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Im Jahre 1755, am Fest der sieben Schmerzen Mariens, fand die erste feierliche Einkleidung der Patres in der hiesigen Pfarrkirche statt.
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Hauptmann und Landvogt Alexander Bessler von Wattingen war der erste Prior und Landschreiber Johann Franz Sebastian Crivelli erster Säckelmeister oder Tuesorero. Der Vorstand hiess bis zur Statutenrevision von 1922 "Giunta".
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Die Mitgliederzahl war ursprünglich auf 33 festgelegt.
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Die Dorfgemeinde hatte am 2. März 1755 der Bruderschaft einhellig bewilligt, die Unterheiligkreuz-Kapelle für Versammlungen, Oratorium oder als Bethaus zu benützen.
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Das Revolutions- und Kriegsjahr 1798 unterbrach rücksichtslos diese schöne Entwicklung. Der Brand des Fleckens Altdorf vom 5. April 1799 zerstörte überdies jäh den ganzen materiellen Besitz der Bruderschaft. Die Folgen schienen vernichtend. Doch traten 1803 die noch lebenden und treugebliebenen Mitglieder zur Neuaufrichtung zusammen. 1804 zählte die Bruderschaft bereits wieder 24 Mitglieder. Das nächste Ziel war naturgemäss die Wideranschaffung der beim Brandunglück verlorenen Kultgegenstände. Die Funktionen wurden bis 1806 in der Kirche des Frauenklosters und seither in der Pfarrkirche Altdorf abgehalten.
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Eine besondere, charakteristische Betätigung der barmherzigen Brüder bildete seit der Gründung stets die Sorge für Leib und Seele der Verbrecher unmittelbar vor und nach ihrer Hinrichtung.
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Obschon die Todesstrafe in der ganzen Schweiz aufgehoben war, bestimmten doch die Statuten von 1878 in der Voraussicht ihre Wiedereinführung in Uri.
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Aus den Erträgen des Fonds, der bis zum 5. April 1876 auf Fr. 4'959.09 angewachsen war, zahlte man erstmals einem Jungen zur Erlernung der Wollweberei 45 Gulden. Fortan unterstützten die Barmherzigen Brüder hie und da einen Handwerkslehrling. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts geschah es häufiger und planmässiger. Man hoffte dadurch, Hand in Hand mit der Zentralarmenpflege, den Gassenbettel und Müssiggang am Wirksamsten zu steuern.
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Nachdem die Gewerbeorganisationen und das Kantonale Lehrlingsgesetz die Sorge für die Ausbildung und Schutz des jungen Handwerkers übernommen hatte, glaubte die Bruderschaft anlässlich der letzten Statutenrevision vom 6. April 1922, die bescheidenen Mittel ihrer frommen Stiftung passender für die Förderung der immer seltener werdenden Priesterberufe zu verwenden und stellt hiefür ein Jahr später ein eigenes Reglement auf.
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Im Jahre 1924 begann auch die Schuljugend unsere Karfreitsgsprozession mit Kerzen zu begleiten.
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Die Bruderschaft der Barmherzigen Brüder scheint die einzige in ihrer Art diesseits der Alpen geblieben zu sein, obschon zum Beispiel in Konstanz und München sich zeitweilig bei Begräbnissen ebenfalls Bruderschaften mit schwarzen Masken nachweisen lassen, wie es übrigens in Italien, der Heimat unserer Bruderschaft, mancherorts noch heute der Brauch ist.
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